WWDC 2017 – Das sind die Neuheiten aus dem Hause Apple

Apple wagt sich auf neues Terrain: auf der Entwicklerkonferenz WWDC zeigte Apple nicht nur Software-Updates, sondern auch jede Menge Hardware. Eines davon ist der smarte Lautsprecher namens „HomePod“. Ähnlich wie der Amazon Echo soll der Lautsprecher Fragen beantworten, Termine festlegen und Smart Home Geräte steuern können. Werfen wir einen Blick auf all die wichtigen Neuheiten der diesjährigen Worldwide Developers Conference.

Gestern ging sie los, die große Show von Apple. Kein Termin ist wichtiger als diese Zusammenkunft von Entwicklern, die mit allen nötigen Infos über Software-Updates versorgt werden. Schließlich hängt Apple’s Erfolg auch von einem Ökosystem ab, dessen Apps und System reibungslos funktionieren. Der zweite wichtige Termin des Jahres folgt mit der Vorstellung eines neuen iPhone im Herbst. Dieses Jahr bekommen wir das Jubiläums-iPhone zu sehen, aber kümmern wir uns erstmal um die gestern enthüllten Geräte, bevor wir uns um mit den Updates zu iOS, macOS und Co. befassen. Für den Überblick: neben dem HomePod gab es ein neues iPad Pro sowie einen neuen iMac Pro und leicht aufgefrischte MacBooks.

HomePod – Smarter Lautsprecher für alle Fragen des Alltags

Bereits vor der WWDC war klar, dass Apple einen smarten Lautsprecher vorstellen wird. Nur an Details mangelte es, die spätestens gestern geliefert wurden. HomePod nennt sich Apple’s neuestes Gerät und ist damit der erste Einstieg in dieses Segment, das von Amazon und Google dominiert wird. Mit dem HomePod, der im Dezember zum Preis von 349 Dollar (also mindestens 349 Euro) erscheinen wird, können Nutzer Vielfältiges machen. Sie können sich das aktuelle Wetter oder Sportergebnisse auf Sprachbefehl hin durchsagen lassen. Auch lassen sich Termine anlegen und daran erinnern, während zudem Smart Home Geräte per Stimme bedient werden können. Grundlage von HomePod ist selbstverständlich Apple’s Sprachassistent Siri.

Wer sich um seine in Daten verwandelte persönliche Vorlieben sorgt, der wird von Apple beruhigt. Zwar laufen alle Anfragen zum Wetter und anderen Dingen über die Apple Server, doch sorgt eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung für den nötigen Schutz. Auf der Bühne wurde all das leider nicht vorgeführt, denn HomePod ist noch lange nicht fertig. Erscheinen wird er im Dezember in den USA, Großbritannien und Neuseeland. Der deutsche Marktstart sowie Preis müssen noch mitgeteilt werden, aber vor 2018 geht es wohl nicht los.

Hardware auf der Software-Show – WWDC mit MacBooks, iPad Pro und iMac Pro

Auch hier war vorm WWDC klar mit welcher neuen Hardware zu rechnen ist. Seit Wochen wurde darüber spekuliert, dass das bestehende MacBook Pro Line-up ein Hardware-Upgrade erhält. Auch war die Existenz eines 10,5 Zoll großen iPad Pro bekannt. Einzig das iMac Pro sorgte für Überraschung, das sich mit seiner enormen Rechenkraft speziell an die professionellen Nutzer richtet. Diese fühlten sich mit den letzten Geräten und ihrer Hardware-Begrenzungen nicht zufrieden, doch nun hat Apple nachgeliefert.

So erhält die MacBook Pro Familie als auch das 12 Zoll MacBook den neuesten Intel „Kaby Lake“ Prozessor, der leistungsstärker und energieeffizienter arbeitet. Indes hat auch das MacBook AIr, Apple’s meistverkauftes Notebook, einen Leistungsschub erhalten. Die Arbeitsspeicher-Grenze des 12 Zoll MacBook wurde auf 16 GB RAM erhöht. Mehr wäre zum MacBook Upgrade nicht zu sagen, hat sich sonst nichts geändert.

Die interessanteste Hardware zeigte sich in Form des iMac Pro. Schick in mattem Schwarz kann der Apple Computer mit wahlweise 18-Kern Prozessor, 128 GB RAM und vier Terabyte Festplatte ausgestattet werden. Da das ganz schön tief in die Tasche gehen kann gibt es natürlich „schwächere“ Konfigurationen. Ganz klar ist der iMac Pro in erster Linie für Kreative gedacht, die etwa mit Grafiken arbeiten und einen flotten Rechner benötigen.

iOS, macOS und Co – Updates für die gesamte Software-Palette

Einen großen Fokus legt Apple natürlich auf seine beiden wichtigsten Betriebssysteme, iOS 11 für unterwegs sowie macOS High Sierra für den Desktop und Laptop. Für iOS 11 sieht Apple vor, das System fit zu machen für Augmented Reality (erweiterte Realität), Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz. Um das Angebot an AR-Apps zu erweitern können Entwickler ihre Produkte mithilfe von ARKit aufbauen. Unter AR fallen alle digitalen Inhalte, die sich über die reale Umgebung legen, ganz wie in Pokémon GO. Mit CoreML wiederum können Entwickler an KI arbeiten und diese in ihre Apps integrieren. Je besser die KI in iOS ist, desto bessere Ergebnisse kann auch Sprachassistent Siri abliefern. Was die Bedienung angeht bringt iOS 11 viel Neues aufs iPad, darunter Drag-and-drop von Bildern oder URL’s. Alles weitere zu iOS 11 muss sich in ersten Praxistests zeigen.

Und zuguterletzt noch ein Wörtchen zu macOS 10.13 High Sierra. Das Betriebssystem für MacBooks und Co. ist eine Erweiterung von macOS Sierra, dem direkten Vorgänger. Wer künftig mit dem Safari Browser surft, braucht sich keine Gedanken mehr um nervige Videos zu machen. Dank Autoblock System werden die automatisch abspielenden Werbevideos daran gehindert zu laufen. Für die leichtere Bedienung kommt zudem das „Apple File System“ (APFS) zum Einsatz, mit dem man einfach Dateien kopieren und verschieben kann.

Alles in allem war das gestrige Apple Event eine gelungene Show. Auch wenn vieles im Vorfeld bekannt war, konnten doch manche Details die geladenen Gäste zum Staunen bringen. Wir sind gespannt auf die ersten Testberichte, allen voran zum HomePod. Habt ihr einen Liebling von der Show?

Bild: 9to5mac.com

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