PC Flaute ungebrochen – Windows 8 bringt nicht die erhoffte Wende

Wer will heute noch einen Heimcomputer haben? Sie wahrscheinlich genauso wenig wie ich. Der technische Fortschritt hat uns gezeigt wie es besser gehen kann. Mit einem Mobilgerät erfüllt man die Aufgaben genauso effektiv wie am PC, doch an einem einzigen Ort gebunden zu sein, passt einfach nicht mehr in unser Verständnis von Arbeit und Zeit. Deshalb ist bei Microsoft’s neuem Windows 8 auch keine Trendwende zu erwarten – PC’s gehören einfach der Vergangenheit an.

Vor zehn Jahren sah das Ganze noch anders aus. Der Computer war Arbeitswerkzeug und Tor ins weltweite Netz zugleich. Doch längst braucht man für den Gang ins Internet keine Telefonbuchse mehr. Smartphones, Tablets und Ultrabooks greifen von überall auf das Internet zu und eröffnen eine neue Welt der Flexibilität und des ständigen Informationsflusses. Allein der Weg zur Arbeit kann noch für letzte Feinarbeiten genutzt werden. In dieses Konzept passt einfach kein mausgrauer Kasten, der auch noch ständig summt.

Die Verkaufszahlen von PC’s kennen nur eine Richtung: nach unten. Kein Wunder also, dass Microsoft den Anspruch erhob, mit Windows 8 eine Trendwende einzuleiten. Seit einem Monat auf dem Markt und mit über 40 Millionen verkauften Lizenzen, erweist sich das neue Betriebssystem nicht als der erhoffte Heilsbringer. Zum Vergleich: Windows 7 wurde über 600 Millionen mal verkauft, brauchte dafür aber drei Jahre seit dem Release im Oktober 2009.

Laut den Marktforschern der NPD Group, sind die Verkäufe von Windows PC’s und Tablets um 21 % gesunken. Verglichen wurde der Zeitraum seit dem Release am 26. Oktober mit dem Vorjahreszeitraum. So kommen die Marktforscher auf das Ergebnis, dass Windows 8 die Lage nicht verschlimmert hat, sondern es sich um einen ganzjährigen Trend handelt.

Verstärkt wird der sinkende Absatz von PC’s dadurch, dass Käufer sich eher für ein Smartphone oder Tablet entscheiden anstatt den heimischen PC aufzurüsten. Der dient meist nur als Staubfänger. Hinzu kommt der enorme Konkurrenzdruck der Hersteller von Mobilgeräten, was letztendlich dazu führt, dass fast jede Woche ein neues Teil auf den Markt kommt. Allein diesen Herbst gab es eine riesige Auswahl an neuen Tablets, manche locken mit einem günstigen Preis, die anderen mit einem „einzigartigen“ Image.

Und obwohl Microsoft rund eine Milliarde Dollar in Marketing-Maßnahmen gesteckt hat und viele Hersteller ihre PC’s an Windows 8 angepasst haben, war die Resonanz sehr durchwachsen. In manchen Technikportalen wurde das Betriebssystem gelobt, andere waren vom neuen Design und Konzept nicht überzeugt.

Ein Analyst der NPD Group spricht zwar davon, dass man nach vier Wochen keine endgültigen Vorhersagen treffen kann, da aber die Verkaufszahlen schon seit Jahresanfang sinken, ist selbst mit Windows 8 keine Trendwende zu erwarten. Das wird vor allem dann deutlich, wenn die 40 Millionen verkauften Windows 8 Lizenzen genauer betrachtet werden. Ein Teil der Lizenzen wurde an Dell und Hewlett-Packard verkauft, die ihre PC’s aber noch nicht absetzen konnten.

Das sind wahrlich keine guten Aussichten für den Heimcomputer und auch hier in Deutschland liegen geschätzte 20 Millionen in Haushalten herum. Wenn Ihrer ebenfalls ausgedient hat, können Sie ihn mit folgenden Tipps umweltgerecht und ohne viel Aufwand entsorgen:

Vor jeder Entsorgung ist erst einmal das Löschen der Daten angesagt. Das kann man mit kostenfreier Software machen, die die alten Daten auf der Festplatte überschreibt. Falls man nicht gerade sensible Daten angesammelt hat, reicht das völlig aus, ansonsten sollte die Festplatte ausgebaut und zerstört werden. Den Rest des Computers kann man dann getrost zum Wertstoffhof bringen.

Dadurch ist garantiert, dass der PC entweder umweltgerecht entsorgt, oder wie in den meisten Fällen, recyclt wird. Rohstoffe wachsen ja nicht unbegrenzt auf Bäumen und die Umstände ihres Abbaus in Drittweltländern sind ebenfalls mehr als heikel. Durch das Einreichen Ihres PC’s leisten Sie also einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Umweltschutz, der letztlich zu einem verringerten Abbau von Rohstoffen führt.

Quelle: huffingtonpost.com

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